Auf ins Holzschuh-Land …

Mit Kind und Kegel einen Urlaub zu planen, ist vergleichsweise einfach: Man kann zwischen Flugreise, Autofahrt und sogar Schiffsreise wählen und frei nach Gusto entscheiden. Mit Hund ist die Auswahl da schon ein wenig eingeschränkter, mit zweien wird’s eng.

Aber die Urlaubsfreuden wollen wir uns davon nicht vermiesen lassen, also klemme ich mich voller Optimismus hinter den PC und durchforste die Möglichkeiten. Eine Flugreise schließen wir von vornherein ebenso aus, wie das Schiff (wo sollten wir da Gassi gehen und der Frisbee nachjagen?), die Busreise ist für uns ohnehin keine Option.

Das Wohnmobil, wie wir es im Vorjahr ausprobiert haben, ist für uns auf jeden Fall eine gute Wahl, allerdings erst, wenn unsere Tochter uns nicht mehr auf Reisen begleitet, dann kommen wir auch gut mit dem (Schlaf)Platz zurecht.

Ein Hotel ist natürlich eine bequeme Variante, aber mit zwei quietschlebendigen Hunden stelle ich sie mir trotzdem ziemlich anstrengend vor. Wählt man ein spezielles Hundehotel, ist Stress bei uns sicher vorprogrammiert, wählt man eines, in dem Hunde quasi geduldet sind, sind die Ressourcen meist spärlich. Mit einem Hund – wie bei unserer letzten Italienreise nach Verona und an den Gardasee – klappt das noch gut, mit zwei Hunden … naja, da kommt bei mir schon Skepsis auf.

In Dänemark sind uns im vergangenen Sommer die vielen hübschen Ferienhäuser in den Dünen aufgefallen und so entscheidet der Familienrat heuer dafür. Voll motiviert klinke ich mich in die Ferienhaus-Suchmaschinen ein und wähle unser Zielland aus: Holland! 730 freie Bungalows in unserer Ferienzeit spuckt das Portal aus – Wow! Ich setze die nötigen Filter: WLAN muss sein, hat Fräulein Tochter gefordert (jetzt sind es nur noch 527), das Meer soll in erreichbarer Nähe sein (289), Haustiere müssen willkommen sein (153 freie Chalets) und zwar zwei. Bämm – es bleiben 27 (!) freie Ferienhäuser zur Auswahl!

Dabei soll Holland ziemlich hundefreundlich sein, wie auch in Dänemark gibt es hier eigene Hundestrände und Hundezonen, und selbst an den Stränden dürfen sich Hunde morgens und abends austoben. Die Ferienhäuser sind mehrheitlich ziemlich schick, im typisch nordischen Wohnstil eingerichtet und sehr komplett ausgestattet. Es ist wohl auch hier wie in vielen anderen Bereichen so: Wären alle Hundehalter rücksichts- und respektvoll, wäre die Auswahl vielleicht größer. Wenn ich mir die hübschen Häuser so ansehe, kann ich nachvollziehen, da man hier keine Lust auf das Risiko angenagter Tischbeine oder Teppiche hat …

Aber nicht nur zwei Hunde sind nicht so einfach unter einen (Ferien)Hut zu bringen: zwei Wochen Relax-Urlaub in den westfriesischen Dünen schien einem Teil der Familie dann doch wie vorprogrammierte Langeweile, andererseits wollten wir nicht mehr so eine Mega-Sightseeing-Tour wie im vergangenen Jahr in Dänemark, wo wir das Land quasi im Zeitraffer kreuz und quer bereist hatten. Gut, dann ein Kompromiss: Eine Woche relaxen in den Dünen und eine Woche Sightseeing, und nach langer Suche haben wir nun auch tatsächlich die perfekten Ferienhäuser für uns gefunden, die allen Wünschen gerecht werden!

Wir freuen uns riesig und sind schon gespannt auf die Abenteuer mit unseren zwei Traveldogs!

P.S.: Gebucht haben wir übrigens letztlich via die Plattform https://www.belvilla.de, von der auch das Foto unseres Citytrip-Ferienhauses am See stammt! Da ich ein paar Fragen hatte, hatte ich auch telefonischen Kontakt, der ausgesprochen zuvorkommend, sympathisch und freundlich war – so kann das Jahr gerne weiterlaufen … 🙂

Es gibt 1 Kommentare

  • Kenn ich – kenn ich ganz genau – so eine Recherche kann ausarten und wochenlang dauern 🙂 Bin gespannt, was es bei Euch wird – wir wollen heuer eventuell mal wieder nach Korsika oder aber ganz exotisch: Rügen und die Mecklenburg Vorpommersche Seenplatte – allerdings nur mit einem Hundling. Könnte auch ein Hausboot dazwischen kommen, man weiß ja nie. Gutes Gelingen!

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