DANKE!

Ich bin überwältigt von der Welle der Hilfsbereitschaft, die mich seit meinem letzten Blogeintrag erreicht hat. So viele Menschen haben mir geschrieben, mir ihre eigenen Erfahrungen und Gefühle beschrieben, mich ermutigt und vor allem – gespendet. Viel mehr, als in mein Auto passt und viel mehr, als ich in diesen wenigen Tagen quer durch die Region abholen konnte …

 

Ich habe in dieser vergangenen Woche viel gelesen, Kontakte geknüpft und vor allem nachgedacht. Denn natürlich ist die Situation für viele schwierig, nicht nur für Tausende von Menschen, die jetzt in einem Vakuum warten auf Besseres. Ich habe vom Trafikanten gelesen, der von einem jungen Asylanten bedroht wurde, von Babys, die im Freien schlafen müssen, von Anrainern, die frustriert sind, weil man ihnen den Müll über den Zaun kippt und von Spenden, die auf die Straße geworfen werden, wenn sie nicht passend sind ebenso, wie von überglücklichen Menschen, die dankbar für ein paar freundliche Worte oder gar eine solidarische Umarmung sind. Man hat mir von Menschen erzählt, die die Essensration ablehnen, weil sie so grauslich ist, um sich dann im Supermarkt Cola und Chips zu kaufen, aber ebenso über Menschen, die sich über eine Stange Weißbrot oder Babynahrung sehr gefreut haben. Es ist wohl auch hier wie immer: Nichts ist einfach nur Schwarz oder Weiß …

 

Ich habe einen Plan

Vor allem hat es mich beschäftigt, wie es mir wohl gelingen wird, jene Menschen zu finden, die unsere Spenden auch wirklich benötigen. Ich fände es traurig, wenn sie hinter meinem Rücken auch über den Zaun fliegen und auf der Straße den Traiskirchner Arbeitern noch mehr zu tun geben, als ohnehin schon anliegt.

Heute – quasi last minute – ist sie nun angekommen, die heißersehnte Verteilerliste von Adopt a wish, die uns morgen behilflich sein wird. Jetzt kann ich in Traiskirchen mit Menschen Kontakt aufnehmen, die wissen, wer was braucht und helfen. Das ist richtig gut! Danke nochmal an Sophie!

 

Mutterstolz

Besonders beeindruckt bin ich gerade auch von meiner Tochter, die mir – mitten in vollster Pubertät – einen ganzen Abend lang unermüdlich geholfen hat, die vielen Säcke und Taschen und Kartons Stück für Stück zu sichten, zu schlichten und organisatorisch sinnvoll in Stofftaschen für die morgige Übergabe vorzubereiten. Sogar ihre eigene neue Stofftasche, die eigentlich das Turnsackerl fürs neue Schuljahr werden sollte, hat sie freiwillig abgegeben (O-Ton: Karma für die nächsten 150 Jahre abgearbeitet *g*).

Eigentlich hatte ich ja vor, morgen gemeinsam mit meiner Freundin in Traiskirchen unterwegs zu sein. Doch einerseits passt nur ein Teil unserer Mitbringl in mein Auto, andererseits ist nur der Beifahrersitz frei. Und den beansprucht meine Tochter vehement für sich: Auch wenn ich versucht habe, es ihr auszureden – sie besteht darauf, mich zu begleiten (und ich glaube, es geht dabei nicht nur um ihr Karma). Ich bin sehr beeindruckt – von ihrem Mut, von ihrer Kraft und von ihrer Menschlichkeit. Grade in der Pubertät ist man als Mutter gar nicht bös drüber, wenn es Signale gibt, die beweisen, dass man doch nicht alles falsch gemacht hat … 😉

Drückt uns also die Daumen, dass wir morgen sinnvoll Gutes tun können. Ich werde berichten!

 

Schöner Artikel dazu

Dies könnte Ihnen ebenfalls gefallen