Auf meinen Streifzügen durch Videoanleitungen im Netz bin ich auf Claudia Wersing gestoßen. Mit ihrer angenehmen Stimme und den schönen Themen, die sie rund ums Stricken veröffentlicht, folge ich ihr mit großer Freude. Ihre Schritt-für-Schritt-Erklärung rund um RVO (Raglan von oben), wie man den Halsausschnitt individuell berechnet und wie man die Raglan-Linie sauber arbeitet, ist extrem hilfreich für mich und macht es mir fortan möglich, endlich meine ganz eigenen Maße zu berechnen.

Handarbeiten: wie eine neue Sprache

Rückblickend auf das vergangene halbe Jahr bin ich stolz darauf, wieviel Neues ich gelernt habe. Man sagt ja, Nadeln zu erlernen, ist, wie eine neue Sprache zu erlernen. Mittlerweile ist mein Werkzeugkasten um zahlreiche Rundstricknadeln aus Bambus und Metall, aus Maschenmarkierern und aus wunderschönen gedrechselten Häkelnadeln angewachsen.

Langsam werde ich mich in diesem Jahr zunehmend mit komplizierteren Mustern auseinandersetzen, um weiter zu wachsen. Denn Stricken (und Häkeln, meine zweite Wahl) ist nicht nur kreativ, sehr entspannend – geradezu meditativ – und erdend. Stricken verbindet die beiden Gehirnhälften, kann den Blutdruck senken, fördert die Feinmotorik und kann sogar das Demenzrisiko reduzieren.

Für mich ist auch der schöpferische Moment so beglückend, mit den eigenen Händen etwas Bleibendes zu erschaffen …