Immer wieder werde ich gefragt, wieso ich denn gar nicht mehr auf Faceb**k poste. Das ist gar nicht in nur einem Satz zu beantworten …
Ich war viele Jahre lang begeistert von den virtuellen Möglichkeiten und den Social Media-Plattformen. Austausch mit Menschen, die mir lieb sind, aber nicht in meiner alltäglichen Reichweite liegen, fand ich einfach großartig. Doch in letzter Zeit entdeckte ich in meiner Timeline immer weniger Beiträge von diesen Menschen, dafür umso mehr Werbung für dieses und jenes. Langsam begann das echt Überhand zu nehmen und immer öfter vermisste ich den Sinn dahinter.
Die Tatsache, dass der Konzern sich an diversen politischen Aktivitäten und Propaganda beteiligt, hat mir ebensowenig Freude gemacht. Ich hatte und habe keine Lust, mich auch auf der (einstigen) Social Media-Plattform mit Gängelungsversuchen zu konfrontieren, widerspricht meinen Werten und nervt einfach ungefähr genauso, wie die zunehmende Werbeflut.
Das ging schon eine ganze Weile so.
Als ich mich dann in den Kommentaren eines meiner Beiträge mit einem Shitstorm von Bessermenschen und Wichtigtuer/-innen auseinandersetzen musste, die ich nicht mal namentlich geschweige denn persönlich kannte, war das wohl der letzte Tropfen ins Fass.
Auch gegen den Einsatz von Künstlicher „Intelligenz“ habe ich nichts per se, möchte aber dennoch gerne selbst entscheiden, wann und wie ich sie gegebenenfalls nutze. Keinesfalls möchte ich Teil jener sein, die hier aktiv und unwillentlich mit Fotos und Infos füttern. Wir werden diesen Trend nicht stoppen (können), aber ich denke, dass es wichtig ist, hier äußerst sensibel zu agieren.
Last but not least habe ich entschieden, dass mein Privatleben im öffentlichen Raum nix verloren hat. Dazu habe ich meine persönliche Website, durchaus auch öffentlich, aber dennoch nicht so sehr im Rampenlicht und Schaufenster eines Konzerns, dessen Aktivitäten nicht ausschließlich gut sind. Um es mal dezent auszudrücken …
Die Summe der Dinge also bedeutet: … und tschüss, FB & Co
