Unstet? Ich doch nicht!

Das Jahr hat noch nicht mal richtig begonnen und ich hopse schon von einem Vorsatz zum nächsten. Naja. Der Vorsatz ist ja eigentlich eh immer der gleiche. Aber die Umsetzung …

 

Also es ist ja noch nicht so lange her, da hatte ich mir fest vorgenommen, mit meinem bewährten Metabolic Programm durchzustarten. Die ersten Tage liefen richtig prima, doch … irgendwie wollte der Flow nicht entstehen. Kochen für die Familie, was damals eigentlich gut ging, machte mich fix und fertig, ich war maulig, frustriert und … naja, dann ist der Weg zur Inkonsequenz ja ohnehin schon gut geebnet.

 

MIT OFFENEM MUND

Dann habe ich vor etwa zwei Wochen eine liebe Freundin wiedergesehen. Erkannt habe ich sie quasi nur, weil sie mich angesprochen hat 🙂 Denn in den letzten zwei Monaten, seit wir uns das letzte Mal getroffen hatten, hat sie wohl mindestens zehn oder fünfzehn Kilo abgespeckt. Ich war völlig perplex. Nicht nur, dass sie total erschlankt ist und natürlich eine tolle Figur hat, sieht sie insgesamt wohl um zehn Jahre jünger aus. Ihr Geheimrezept? 10in2, auch bekannt als diese Bernhard Ludwig-Sache.

Ja, ich kenne schon etliche Leutchens, die mit diesem 1 Tag fasten – 1 Tag essen-Programm tolle Erfolge erzielt haben. Wann immer mir jemand davon begeistert erzählte, spürte ich in meinem Bauch die geballte Mannschaft meiner Monster aufspringen. NEIN! Mir nimmt niemand so viel weg – einen ganzen Tag nix essen. Und das immer und immer wieder??? Unmöglich!

Natürlich habe ich mich demgemäß auch nie näher mit dieser Methode befasst. Ein echtes No-Go für mich.

 

HALLO SYNCHRONIZITÄT

Noch immer ganz unter dem Eindruck der Begegnung mit meiner Freundin, die mir erzählte, wie hervorragend es ihr ging und dass ihr das Fasten nur anfangs schwer gefallen ist, mittlerweile denkt sie gar nicht mehr drüber nach. Und wie wohl sie sich fühlt und dass sie sich nun eine Jeans in Größe 38 gekauft hat. So kleine Jeans hatte sie zuletzt in ihrer Schulzeit getragen. Jaja, da muss man schon ein bisserl schlucken. Also, ganz unter diesem Eindruck sitze ich dann daheim vor meinem PC und schaue mal nach, was es auf Facebook so Neues gibt. Das erste Posting, das mich anspringt, ist ein Link zu einer Studie übers Fasten. Da kann man schon ein wenig schmunzeln. Na gut, schau ich mir halt mal diese Studie an, wenn sie schon so mit dem Zaunpfahl winkt …

Tatsächlich beeindruckt mich, was ich lese: Dass der Körper beim intermittierenden Fasten nicht in den Hungerstoffwechsel kippt (wichtig!) und dass sich Cholesterinspiegel, Blutzucker und Bluthochdruck vermindern (was insgesamt auch bei Metabolic Balance eingetreten ist). Am meisten beeindruckt mich aber, dass der Körper dabei altes Zellmaterial schneller entsorgen und neues nachproduzieren soll (Autophagie), was nicht nur einen Anti-Aging-Effekt erzielen, sondern auch Entzündungen im Körper rasch beseitigen soll. Hmmm … wo es mich doch jetzt grade dann und dort ein bisserl zwickt …

 

WER NICHT WAGT, DER NICHT GEWINNT

Nun fand ich es ja ehrlich gesagt ohnehin nicht so großartig von mir, immer gleich abzuwinken, wenn mir jemand von dieser Art des kleinen Fastens erzählte. Also beschloss ich – immer noch unter dem Eindruck meiner wunderschönen Freundin -, es zu versuchen. Gestartet habe ich am 23. Jänner, heute ist mein fünfter Fasttag und mein neunter „Kur“tag. Und damit der erste Fasttag, an dem ich mich nicht von einem hohen Turm schmeißen möchte. Der erste Fasttag, an dem ich nicht pausenlos ans Essen denke.

Von den angeblich so großartigen Glückshormonen habe ich zwar bis jetzt noch nichts gespürt, aber tatsächlich arbeite ich an Nicht-Ess-Tagen deutlich effizienter, durchgängiger, konzentrierter und kreativer. Mag ja sein, dass es daran liegt, dass ich keine Zeit durch Esspausen verliere (Spaß!), aber es ist eben so. Einen Tipp aus dem Buch (das man wirklich nicht unbedingt gelesen haben muss) habe ich mit Freude etabliert: Wenn sich mein Magen und meine Seele zu verkrampfen begonnen haben, habe ich Spencer geschnappt und bin mit ihm eine Stunde über die Felder spaziert. Tatsächlich verflog dabei jegliches Hungergefühl und Mangeldenken.

Dass man an den Ess-Tagen – wie das Buch propagiert – essen kann, was man will, mag für manche gelten. Für mich (leider) nicht. Ein Feldversuch mit Pizza hat sich gewichtsmäßig gleich gerächt. Ja, auch wenn empfohlen wird, die Waage zu verdammen, bleibt sie meine Eselskarotte und ich wiege mich weiterhin. Allerdings nur am Morgen eines Ess-Tages (hehe!). Ein angenehmer Nebeneffekt ist, dass ich vor allem an Nicht-Esstagen wirklich richtig viel trinke. Neuerdings Ingwer-Wasser, das ich auf Vorrat produziert habe, aber auch morgens Zitronenwasser und ganz viel Tee. Allein schon, wegen der Durchhalteparolen!

Bislang habe ich zweieinhalb Kilo verloren. Aber besser ist natürlich, dass ich schon zweimal angesprochen wurde, ob ich abgenommen habe.

So motiviert bleibe ich also dran so lange ich kann 😉
Und werde weiter berichten!

 

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