Ganz schön listig …

Seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, bemühe ich mich, regelmäßige Bewegung in mein turbulentes Leben zu implementieren. Doch es will mir einfach nicht gelingen. Jetzt probiere ich es mal mit einer List!

Nordic Walken geht richtig gut bei mir daheim – ich falle quasi aus dem Haus direkt in die schönsten sanfthügeligen Wege mitten durch die Weinviertler Felder. Manchmal kreuzen Hasen meinen Weg und selten habe ich das Glück, dass ein Reh ganz in meiner Nähe aufschreckt. Als gebürtige Wienerin kann ich von dieser Gnade kaum genug bekommen. Und doch: Alle paar Wochen nur schaffe ich es, mich aufzuraffen und loszugehen.

Mein Mann ist leidenschaftlicher Mountainbiker und freut sich, wenn ich ihn dann und wann begleite. Für mich sind die Hügeln ringsum aber so gar nicht mehr sanft, wenn ich auf dem – zugegeben wirklich tollen Radl sitze, das ich mir vor einiger Zeit mit Riesenvorsätzen gekauft habe. Ein paar wenige Male im Jahr kann ich mich motivieren, doch meist bin ich danach so erschöpft, dass ich eine laaaange Pause brauche. Heuer begann meine Rad“saison“ mit einem Megasturz (also, genauer gesagt bin ich im Stehen umgefallen, weil ich aus den blöden Clipsen nicht rechtzeitig rauskam) in eine monumentale Gatschlacke. Das war’s dann. Für Monate!

Laufen? Geht gar nicht mehr, das konditionelle Problem, das sich dabei auftut, ist – jedenfalls zurzeit – unüberwindbar.

Yoga liegt mir am Herzen und vor einiger Zeit habe ich zusammen mit meiner Tochter auch einen Yogakurs besucht. Das war schon deshalb nett, weil wir zwei Mädels etwas gemeinsam unternommen hatten. Leider entpuppte sich die Yogastunde – die grenzgenialerweise nur wenige Schritte gegenüber von unserem Haus stattfand – eher als Aerobic-Lesson ohne jeglicher Spiritualität. Als meine Laura genug hatte, schloss ich mich (dankbar) an.

QiGong – ebenfalls nur wenige Schritte von mir angeboten, kommt meiner Vorstellung von spiritueller Komponente schon sehr nah, war bislang aber immer an einem für mich sehr ungünstigen Zeitpunkt angesetzt.

Tanzen! Ja, das ist es – eine der wenigen Bewegungsformen, die mich nie langweilt und mich motiviert, alle konditionellen Tiefs zu überwinden. Seit einiger Zeit ist Tanzen wieder ein wöchentlicher Fixpunkt in unserem Leben. Und ein guter Anfang.

Meine List: Jetzt wird alles anders 
Weil bisher alles nicht konsequent genug funktionierte, mich rasch langweilte, mir nicht wichtig genug war, mir die Zeit dafür zu nehmen, möchte ich mich nun mal so richtig überlisten. Und das geht so:

  1. Tanzen am Sonntag, an einem praktischen Tag ohne Termindruck.
  2. QiGong am Montag, denn der Termin hat sich im neuen Herbstkurs für mich günstig verschoben und bietet zusätzlich einen neuen Herzkreis an, der besonders zur Stärkung des Herzens verhilft. Na bitte!
  3. Nordic Walking – EINMAL pro Woche muss das einfach zu schaffen sein, über die Felder zu wandern und nachzusehen, ob mir da oder dort ein Häschen oder ein Reh in die Quere kommt. Gegen anfängliche Langeweile kommt das Smartphone mit einem Hörbuch mit! Aber eigentlich möchte ich es schaffen, diese Runde (wenigstens später mal) meditativ zu (be)gehen.
  4. Rad fahren – EINMAL pro Woche muss es mir doch einfach gelingen, meinem Göttergatten die Freude zu machen, ihn zu begleiten. Er darf mich stupsen!
  5. Yoga mit Laura – EINMAL pro Woche wollen wir uns nun an den Yogakurs erinnern und mithilfe der lässigen Yoga-App unsere Übungen zusammen zu machen. Wachstumsrückenschmerzen meiner jugendlichen Süßen machen es mir leicht, sie hier zu stupsen und meine mütterliche Verantwortung wahr zu nehmen!

Na bitte – das sind 5 (fünf!) Sporteinheiten pro Woche mit gaaaanz viel Abwechslung. Für manche brauche ich gar keine Ausreden, bei anderen muss ich ein bisserl die Zähne zusammenbeißen. Schlimmstenfalls darf das Hörbuch zum Radln mit 😉

Das wäre doch gelacht, wenn ich das nicht schaffe! Drückt mir doch bitte die Daumen!

 

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