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ON MY WAY

Schwindelerregende Zeiten

Heute hat mir GuGabriel von ihrem neuesten Lied erzählt: „Was, wenn ich mich irre“. Ein wirklich bezeichnender Titel (und Text) für die ver-rückte Zeit, in der wir nun schon seit Monaten leben. Ein Song, der zum Nachdenken anregt …

Im Zeichen Steinbock geboren, ist Gerechtigkeit eines meiner großen Themen. Das bedeutet auch, dass ich eine Sache immer von beiden Seiten betrachte. Auch was die Geschehnisse seit März 2020 betrifft. Trotz aller Mühe fällt es mir dabei nicht immer leicht, meine Wahrheit zu erkennen. Habe ich (m)eine Position gefunden, muss ich mich dennoch fragen: Was, wenn ich mich irre …?

Mancherorts wird von einem Informationskrieg gesprochen, in dem wir uns befinden. Fake-News, False Flags (bewusste Falschinformationen), Propaganda, Erfahrungsberichte, oppositionelle Plattformen und alternative Medien … es kann schon wirklich schwindelerregend sein, was uns hier seit Monaten aufgetischt wird. Und je nachdem, wie man selbst tickt, woran man selbst glaubt und welchen Informationskanälen man vertraut, bildet sich so wohl jeder seine eigene Wahrheit.

Nun, mehr als das war auch früher nicht möglich, auch vor März 2020 konnten wir nie sicher sein, dass das, was uns berichtet wurde, auch wirklich die „Wahrheit“ war. Bloß damals, da hat es nicht so weh getan, da waren die Konsequenzen nicht so beunruhigend und vor allem: Da war uns ziemlich wurscht, welcher Wahrheit unser Nachbar, Kollege, Vater, Sportskamerad usf seinen Glauben schenkte.

Was, wenn ich mich irre? wäre eine wirklich gute Frage, die jede/r von uns sich stellen sollte. Egal, ob er/sie Impfbefürworter oder -gegner ist, ob er/sie die Einschränkungen durch unsere Regierenden richtig oder falsch findet, ob er/sie sich Demonstrationen anschließt oder eben nicht oder Angst vor einer Viruserkrankung hat oder vor dem Sterben. Oder eben nicht.

Ich für meinen Teil informiere mich sozusagen auf „beiden Seiten“ und trotz allem finde ich vieles widersprüchlich, unglaubwürdig, beunruhigend, manches davon gar ekelhaft und widerlich, das meiste jedenfalls schwindelerregend und für mich als Laien letztlich undurchschaubar.

Umso mehr überrascht es mich, wie vehement manche Menschen heutzutage ihren Standpunkt nicht nur vertreten, sondern gar andere zwingen wollen, ihn zu teilen und all jene, die dies nicht tun, verunglimpfen, denunzieren und oft sogar unflätig und öffentlich beschimpfen. Jenen möchte ich GuGabriels neues Lied ganz besonders ans Herz legen: Was, wenn du dich irrst?

Foto: visualpower/AdobeStock

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